Antistagnation

ein ewiger kampf gegen vergangenes, der in die gegenwart und die zukunft übergreift. aber ist das dann ein kampf? oder sind es einzelne schlachten unter der überschrift krieg? die dinge wiederholen sich, paralellen entstehen. man sieht das man das alles schon kennt. aber nichts ist so wie es scheint. es ist doch anders als wir glauben.
ähnlichkeiten sind das eine, aber identische paralellen gibt es in diesem einen krieg nicht mehr. man geht als unerfahrene, verwundbare seele in die kommende unbestimmte zeit. man liegt am boden, ist am ende, fassungslos als einen die erkenntnis packt worum es geht, in was man da geraten ist. man beginnt zu kapieren was zu tun ist, das es der einzigste weg ist, und vorallem ein oneway ticket. kein weg zurück. die tür ist zu. wir müssen lernen das zu akzeptieren, selbst der letze satz den ich gerade geschrieben hab ist schon wieder vergangenheit, und wäre dies ein dialog auf verbaler ebene könnte ich ihn auch nicht einfach zurücknehmen. so sind wir nun in einer welt voller ungewissheit, voller verletzung, voller verzweiflung. in einer welt wo es an selbstvertrauen, zuversicht, mut,  navigation, leidenschaft, durchhaltevermögen und der siegermentalität mangeld. potenzial ist vorhanden, keine frage. wir beginnen zu verstehen, das dieser krieg nicht nur last und leid, sondern auch zuversicht und chance mit sich bringt. so beginnen wir die mamutaufgabe, als davids, gegen diesen großen gegner goliath – die eigene vergangenheit. schritte sind gegangen, steine ins rollen gebracht, erste kleine schlachten geschlagen. wir fassen mut, wir spüren das noch leben in uns ist, mut und hoffnung. wir werden euphorisch und denken es ist leichter als angenommen. und das macht uns anfällig, die letze konsequenz, die letze aufmerksamkeit fehlt, es legt sich ein schleier des scheins um uns. wir bemerken nicht wie es wirklich um uns steht. wähnen uns weiter, fühlen uns stärker als wir in wirklichkeit sind. wir wurden verwundet nur haben es nicht gemerkt, bzw verdrängt. anfangs ohne probleme weggesteckt, doch im nachhinein schwächt es uns. dieser schwertstreich hat folgen. eine blutspur wenn wir zurückblicken. unser weg führt uns an erinnerungen, an orten vorbei wo wir uns nicht mehr entkommen können, wo die wahrheit uns einholt und uns aufzeigt wo wir wirklich stehen, wie es wirklich um unseren krieg bestellt ist. wie verwundet wir in wirklichkeit noch sind, wie verletzbar. und diese konfrontation mit der wahrheit verwundet zusätzlich. wenn man so will also eine doppelte verwundung. erst die eigentliche die wir nicht spüren wollten und dann die einsicht –herrührend von der konfrontation wie es wirklich um uns steht. nun steht man da ist um eine erkenntnis reicher, und hat der wahrheit ins auge gesehn. uns fehlt im moment kraft, es wird schwer weiterzugehn. der weg zurück erstens unmöglich, zweitens zu weit. stehen bleiben, nicht ratsam. um uns rum sind ruinen unserer vergangenheit, sind erlebnisse die nun wieder ins licht rücken und verluste die uns das herz zu zerreißen drohen. wir wissen nun nicht mehr ob wir weiter gehen können. am wille liegt es nicht, eher an der art und weise, an der praxis.
diese anfälligkeit zeigt erste folgen, infekte die uns körperlich schwächen, die psyche schwächt uns zusätzlichlich. angst entsteht. dem alltag nicht mehr meistern zu können, die leistung nicht mehr bringen zu können, den anforderungen nicht zu entsprechen. existenzangst auf materieller ebene. wir brauchen zeit, geduld und müssen zur not verharren.
dies ist im moment ein weiterer rückschlag den wir erlitten haben, alles was jetzt folgt ist theorie… aber versuchen wir es doch mal so zu sehen. jeder rückschlag ist doch eine chance noch einmal neu und klüger diesen krieg anzufangen. weiser, scharfsinniger, vorsichtiger, aber auch konsequenter, durchdringender und stärker. vorangiges ziel muss es sein zu regenerieren, kräfte zu sammeln, um widerstandsfähig zu sein. gewappnet gegen dinge auf die wir keinen einfluss haben. erkennen wir niederlagen an, finden wir uns mit situationen ab, akzeptieren wir den tod. dann und nur dann haben wir eine chance in diesem krieg. hand in hand mit uns selbst. hand in hand mit unseren gefährten. bewaffnet mit unserem schwert der leidenschaft und des mutes. beschützt mit dem schild der tapferkeit und der zuversicht. und angetrieben von unserem siegeswillen, und unserem ziel. das beste zeichen das wir es schaffen können ist doch, das wir so viel mitgemacht haben, erlebt und durchgestanden haben. chancen waren da, nun ist wohl die letze wir müssen sie und wir können sie nutzen. wir haben die kraft. wir brauchen geduld und zeit, müssen wachsam sein, uns nicht zu sicher fühlen. für dieses weitere vorgehen müssen wir im vollbesitz unser kräfte sein,  also nehmt euch auch die zeit euch zu erholen von dem letzen rückschlag, euren erkrankungen und eurer mentalen schwäche. vertraut euch gefährten an, lasst euch wappnen und aufbauen aber auch hinterfragen. ab jetzt ist jeder fehler schwerer auszumerzen und kostet zeit und kraft. macht es euch so leicht wie möglich. ihr könnt das schaffen, wir können das schaffen. ich kann das schaffen!


6.8.08 13:12

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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Karina / Website (6.8.08 15:14)
Schön das Du wieder da bist...und uns am Kampf teilhaben läßt...weiter so! Der Weg ist das Ziel!
Karina


Tim (10.8.08 17:56)
Markus, wer sind wir?
Was sind wir? Hast du eine antwort darauf? Soll ich dir meine meinung sagen?
Wir wurden geschaffen, als funktiuonierende individuen, aber was noch wichtiger ist: Als geliebte individuen. Man schickte uns auf den Weg, den weg des lebens. Niemand hat behauptet der weg sei eben und getärt. Der weg ist voller Steine, wie du ganz richtig erkennst. Doch sind es nicht nur steine die den weg erschweren. umwege, dorniges gestrüpp, kalte dunkle tunnel, die unseren geist schwächen und den körper krank machen. doch so steil der weg auch ist, so führt er auch an klaren gebirgsbächen vorbei, die bei genauem hinsehen, mit ihrem diamantengleichen funkelndem lichtspiel freude schenken. aber du siehst sie nicht wenn du dich auf den weg beschränkst. du musst deinen horizont ausdehnen, genauer hinsehen. vielleicht enmtdeckst du dann auch den puppenspieler, der dir den ganzen weg über folgte. mit seidigen fast unsichtbaren fäden ergreift er besitz von dir. ja, er will nur dein bestes. ist nur die frage, ist dein bestes nicht ein hoher preis um es einem so hinterhältigem Wesen zu geben? Nein der Puppenspieler ist nicht dein Freund. er lenkt dich auf Falsche wege, reißt deinen Kopf herum und zeigt dir die strecke die hinter dir liegt. doch ist diese strecke schon von ihm verdorben worden. die bäche und wiesen, die blumen und alles was auf ihr war, der puppenspieler hat sie verbrannt, und lässt dich nichts als asche sehen. erkennst du den betrug denn nicht? (fortsetzung folgt)


Tim (10.8.08 17:57)
Nun versuchst du ihm zu entfliehen, drehst dich um so öfter um. rennst ohne zu überlegen in die richtungen, in die der puppenspieler dich zerrt. schau an deine linke seite, zwing dich dazu! Wen siehst du da? sind das nicht deine freunde? sie versuchen schritt mit dir zu halten, dich zu rufen und dich zu beruhigen, wie ein hirte der eine aufgewühlte schafherde zu besänftigen versucht. doch der puppenspieler ist stärker, er reißt deinen kopf erneut herum, deine freunde dringen nichtmehr zu dir durch. Nun sieh nach rechts! Zwing dich! Ja! genau so, wen siehst du da?
"Ich wandte mich um und wollte sehen, wer zu mir sprach. Da erblickte ich sieben goldene Leuchter. In ihrer mitte stand jemand, der wie ein mensch aussah. er trug ein langes gewand und hatte ein breites goldenes band um die brust. sein kopf und sein haar strahlten wie weiße wolle, ja wie schnee. seine augen brannten wie flammen. seine füße glänzten wie gleißendes gold, das im schmelzofen glüht, und seine stimme klang wie die brandung des meeres. Er hielt sieben sterne in seiner rechten hand, und aus seinem mund kam ein scharfes, beidseitig geschliffenes schwert. sein gesicht leuchtete wie die strahlend aufgehende sonne. als ich ihn sah fiel ich wie tot vor seinen füßen zu boden. er legte seine rechte hand auf mich und sagte: Hab keine angst! ich bin der erste und der letzte. ich bin der lebendige! ich war tot , doch nun lebe ich in alle ewigkeit. ich habe macht über den tod und die totenwelt."


Tim (10.8.08 17:57)
Diese Gestalt steht neben dir, nicht wie deine freunde an deiner linke die versuchen mit dir schritt zu halten. nein ganz anders. scheinbar ohne mühe läuft er neben dir her, schaut dich an und sagt: "geliebtes kind, du bist nicht allein! Ich liebe dich von ganzem herzen und es schmerz mich zu sehen, mit welcher angst du durch dein leben rennst. siehst du nicht das ziehl, welches ich für dich vorbereitet habe? die zuflucht in der keine angst der welt dir zu folgen vermag? Beruhige dich, sieh mich an. Siehst du mein schwert? dies ist mein wort, und alle macht der welt steckt darin. trauernd sehe ich wie der puppenspieler mit seinen giftigen und brennenden feden nach dir wirft um dich zu zermürben und dich zu verletzen. bitte mich doch einfach seine fäden die dich im dunkeln fesseln zu zerschneiden. vertraue mir, die zukunft wird besser. du bist nicht allein! an deiner linken und an deiner rechten hast du verbündete. der puppenspieler hat keine wahre macht. ich nehme die trauer von dir!


Sarahle (19.8.08 20:31)
Ja genau das kannst du schaffen.. und Tim: Der Puppenspieler wie du ihn so schön nennst,wird wohl durch dein Handeln und Sein zu Grunde gehen..du musst nur nach deinen eigenen Gefühlen und nach deinem eigenen Verstand dein Leben fortführen, dann brauchst du auch nicht diese Gestalt, sondern die Menschen die dich wirklich kennen und brauchen und das sind meiner Meinung nach meine Freunde und nicht die Gestalt die einmal für mich da ist, mir Mut zuspricht und dann verschwindet!
Hdl Markus Weiter so :P und pass auf dich auch auf weiterhin, gell?^^

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